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Aktionstage im Tollensetal am 17. / 18. April 2009

Aufruf der Bürgerinitiative Leben am Tollensetall, Aktionsnetzwerk Globale Landwirtschaft und vielen anderen

Gegenwärtig erleben wir einen weiteren rücksichtslosen Einbruch der
Agrarindustrie in die noch weitgehend unzerstörte Ruhe und Natur im Landkreis Demmin.
Allerorten sollen neue Schweinezucht- und Mastbetriebe entstehen, darunter
Riesenanlagen wie die von Adrian Straathof geplante Ferkelzucht in Alt Tellin und sein weiterer
Mastbetrieb bei Wildberg. Auch wenn diese hunderttausende Schweine entsprechend der aktuellen Gesetzte gehalten würden: es wäre dennoch pure Tierquälerei.

Zusätzlich zerstört die Agrarindustrie nicht nur Ruhe und Natur, sondern auch die wirtschaftliche Lebensgrundlage der Bevölkerung im ländlichen Raum. Ca.
90% der Arbeitsplätze wurden seit der Wende in der bäuerlichen Landwirtschaft bereits vernichtet. Abwanderung und Leerstand und sind die Folgen, ein Ende ist
nicht in Sicht.

Damit zeigt sich eine Parallele zu der Situation z.B. in Lateinamerika, wo für die Futtermittel der Europäischen Schweinebarone Urwälder niedergebrannt und Kleinbauern von ihren Feldern geprügelt werden.

Dagegen werden wir uns mit unterschiedlichen Aktionen gemeinsam wehren:

Aktionsnetzwerk Globale Landwirtschaft:

Landbesetzung am 17. April

Angesichts der haarsträubenden Verhältnisse in der globalen Landwirtschaft werden wir aktiv:

Wir rufen auf zur symbolischen Besetzung des Geländes der geplanten Ferkel-Produktionsanlage in Alt Tellin (Meck-Pomm) Treffpunkt (mit ShuttleService) um 13.00 am Bahnhof Sternfeld bei Demmin

Kontakttelefonnummer ab dem 16.4 : 0160 91543155

Wir essen jeden Tag – es geht uns alle an!

Genaue Termine und Ortsangaben unter: www.globale-landwirtschaft.net

Spenden an

Umweltgruppe Ökogeist e.V.
Konto: 314 000 233 4 Spark. Barnim
BLZ 170 520 00
Stichwort: „Globale Landwirtschaft“

BI Leben Am Tollensetal :

Sternmarsch und Bürgerfest am 18. April

Motto „Rettet das Landleben“

Ab 14 Uhr an den Sammelpunkten Broock, Neu Tellin und an der Altanlage.

Von dort Sternmarsch nach Alt Tellin

Um 15.30 treffen wir uns dann alle im „Zentrum“ von Alt Tellin zu einer kurzen gemeinsamen Kundgebung

Danach dann auf die Festwiese zu unserem großen Fest „Rettet das Landleben“ von 16h bis 20h.

Spenden-Kontonummer:
Ulla Hegewald
Kto.Nr.: 55 221 33 118
BLZ: 500 10517
ING – DiBa

hier gibt es den Flyer: 17/18 April

Fahrradkarawane gegen Gentechnik in der Schweiz

Auch in der Schweiz formiert sich langsam mehr Widerstand gegen „grüne“ Gentechnik. Zwar gibt es in der Schweiz ein Gentechnik-Moratorium das den kommerziellen Anbau von GVO verbietet aber dieses Jahr finden trotzdem zwei Feldversuche mit Gentechnik-Weizen statt!
Aus diesem Grund wird eine Fahrradkarawane für eine zukunftsträchtige souverane Landwirtschaft, gegen Gentechnologie organisieren ! Diese fahrt vom 9.-24. Mai 2009, quer durch die Schweiz! (Mehr Infos: www.karawane09.tk)

Also wer im Mai eine kleine Fahrradtour machen möchte sei diese Karawane ans Herz gelegt.

eure argrKultur gruppe greifswald

Hier noch der Aufruftext und das Plakat.

Mach mit bei der Velokarawane für eine zukunftsträchtige souverane Landwirtschaft, gegen Gentechnologie!
Vom 9.-24. Mai 2009 @ CH
Die Velokarawane findet vom 9.-25. Mai statt. Unser Weg führt von Reckenholz bei Zürich nach Pully bei Lausanne. An beiden Standorten wird dieses Jahr Gentech-Weizen freigesetzt. Mit der Velokarawane setzen wir ein Zeichen gegen dieses gefährliche und unnötige Experiment und setzen uns für eine nachhaltige, selbstständige Landwirtschaft ein. Eine Reihe von Veranstaltungen begleitet die Karawane auf ihrem Weg.

Der GV-Weizen wird im Rahmen des Nationalen Forschungsprogrammes (NFP 59) von der ETH und Universität Zürich freigesetzt. Die Weizensorte soll gegen Mehltau resitent sein. Bei sorgfältiger Aussaat stellt Mehltau kaum ein Problem dar. Auch im biologischen Anbau gibt es weitgehend resistente Sorten. Mit diesem Versuch folgen die nationalen Forschungsanstalten gedankenlos der privaten, kommerziellen Gentech-Forschung, die die Produktentwicklung weit höher gewichtet als die Risikoforschung. Agromultis wie Syngenta, Monsanto und Bayer setzen Gentechnik und das damit verbundene Patentrecht ein, um ihre Vorherrschaft auf dem Saatgutmarkt zu festigen. Die Bäuerinnen und Bauern geraten in eine immer grössere Abhängigkeit der Saatgutmultis. Die natürliche Auskreuzung der GVO-Pflanzen sichert eine Verbreitung unabhängig vom Willen der LandwirtInnen. Welche Probleme die Auskreuzung mit anderen Pflanzen verursacht, interessiert die Unternehmen nicht weiter. Die Markteinführung von GVO-Pflanzen in Ländern wie den USA oder Indien zeigen deutlich genug die Folgen dieser Politik. Bauern und Bäuerinnen leiden unter der totalen wirtschaftlichen Ausbeutung und verschulden sich zunehmend. Biologische Landwirtschaft, die schon von Gesetzes wegen gentechfrei sein muss, wird unmöglich.

Dass der Bund diese Entwicklung mit eigenen Forschungsversuchen unterstützt, erscheint uns mehr als fragwürdig und untolerierbar.
Es liegt in unserer Hand: Werden wir aktiv für eine selbstbestimmte Landwirtschaft in einer intakten Umwelt – für uns und die nach uns!

das Plakat gibt es hier groesser zu sehen