Fahrradkarawane gegen Gentechnik in der Schweiz

Auch in der Schweiz formiert sich langsam mehr Widerstand gegen „grüne“ Gentechnik. Zwar gibt es in der Schweiz ein Gentechnik-Moratorium das den kommerziellen Anbau von GVO verbietet aber dieses Jahr finden trotzdem zwei Feldversuche mit Gentechnik-Weizen statt!
Aus diesem Grund wird eine Fahrradkarawane für eine zukunftsträchtige souverane Landwirtschaft, gegen Gentechnologie organisieren ! Diese fahrt vom 9.-24. Mai 2009, quer durch die Schweiz! (Mehr Infos: www.karawane09.tk)

Also wer im Mai eine kleine Fahrradtour machen möchte sei diese Karawane ans Herz gelegt.

eure argrKultur gruppe greifswald

Hier noch der Aufruftext und das Plakat.

Mach mit bei der Velokarawane für eine zukunftsträchtige souverane Landwirtschaft, gegen Gentechnologie!
Vom 9.-24. Mai 2009 @ CH
Die Velokarawane findet vom 9.-25. Mai statt. Unser Weg führt von Reckenholz bei Zürich nach Pully bei Lausanne. An beiden Standorten wird dieses Jahr Gentech-Weizen freigesetzt. Mit der Velokarawane setzen wir ein Zeichen gegen dieses gefährliche und unnötige Experiment und setzen uns für eine nachhaltige, selbstständige Landwirtschaft ein. Eine Reihe von Veranstaltungen begleitet die Karawane auf ihrem Weg.

Der GV-Weizen wird im Rahmen des Nationalen Forschungsprogrammes (NFP 59) von der ETH und Universität Zürich freigesetzt. Die Weizensorte soll gegen Mehltau resitent sein. Bei sorgfältiger Aussaat stellt Mehltau kaum ein Problem dar. Auch im biologischen Anbau gibt es weitgehend resistente Sorten. Mit diesem Versuch folgen die nationalen Forschungsanstalten gedankenlos der privaten, kommerziellen Gentech-Forschung, die die Produktentwicklung weit höher gewichtet als die Risikoforschung. Agromultis wie Syngenta, Monsanto und Bayer setzen Gentechnik und das damit verbundene Patentrecht ein, um ihre Vorherrschaft auf dem Saatgutmarkt zu festigen. Die Bäuerinnen und Bauern geraten in eine immer grössere Abhängigkeit der Saatgutmultis. Die natürliche Auskreuzung der GVO-Pflanzen sichert eine Verbreitung unabhängig vom Willen der LandwirtInnen. Welche Probleme die Auskreuzung mit anderen Pflanzen verursacht, interessiert die Unternehmen nicht weiter. Die Markteinführung von GVO-Pflanzen in Ländern wie den USA oder Indien zeigen deutlich genug die Folgen dieser Politik. Bauern und Bäuerinnen leiden unter der totalen wirtschaftlichen Ausbeutung und verschulden sich zunehmend. Biologische Landwirtschaft, die schon von Gesetzes wegen gentechfrei sein muss, wird unmöglich.

Dass der Bund diese Entwicklung mit eigenen Forschungsversuchen unterstützt, erscheint uns mehr als fragwürdig und untolerierbar.
Es liegt in unserer Hand: Werden wir aktiv für eine selbstbestimmte Landwirtschaft in einer intakten Umwelt – für uns und die nach uns!

das Plakat gibt es hier groesser zu sehen